Popstars

Als der Sender RTL II im Jahre 2000 die erste Folge von Popstars ausstrahlte, begann die Erfolgsgeschichte der Castingshows für Sänger und Sängerinnen in Deutschland. In elf Staffeln, die zwischen 2000 und 2015 gedreht wurden, konnten sich insgesamt elf Popbands auf den Weg ins Showgeschäft begeben.

Das Konzept hinter dieser Castingshow sah es nicht vor, einzelne Personen auszuzeichnen, sondern legte seinen Schwerpunkt darauf, Popbands zusammenzustellen und auszubilden.

Die erfolgreichsten Gewinner

In dem Wettbewerbsformat der Popstars-Folgen kamen mitunter wahnsinnig erfolgreiche Bands zustande. Die No Angels zum Beispiel waren nach ihrem Sieg in der ersten Staffel für einige Zeit die erfolgreichste Girlband in Kontinentaleuropa. Ihre Hitsingle Daylight in your Eyes hat nach wie vor Ohrwurmpotenzial.

Während in der ersten Staffel nur etwa 4.500 junge Frauen um einen Platz in der Girlband hatten kämpfen wollen, waren es in der zweiten Staffel bereits 11.000 Männer und Frauen. Sechs von diesen 11.000 fanden schließlich ihren Platz in der gemischten Siegerband, die den Namen Bro’Sis erhielt. Bro’Sis legte mit ihrer Debütsingle einen Start hin, der den der No Angels in den Schatten stellte, doch in den weiteren Wochen konnten sie nicht an den bis dahin kontinuierlichen Erfolg der No Angels anknüpfen.

2003 führten die Macher in der dritten Staffel ein etwas abweichendes Konzept ein und ließen eine Boyband und eine Girlband im direkten Wettbewerb gegeneinander antreten. Die Boyband Overground bewährte sich damals recht knapp gegen die Preluders.

Im darauffolgenden Jahr wurde die Band Nu Pagadi, bestehend aus zwei jungen Frauen und zwei Männern, gegründet. Damals sollte diese vierte Staffel die letzte Staffel der Show werden. Doch nach einer einjährigen Pause ging es 2006 wieder los und das Mädchentrio Monrose entstand.

Spätere Gewinnerbands haben auch durchaus Erfolge in der Musikindustrie gehabt. Man kann jedoch nicht leugnen, dass die meisten Sänger aus dieser Zeit oft noch mehr Erfolg hatten, nachdem die Bands sich aufgelöst hatten und sie sich auf ihre Solokarrieren konzentrierten. Das ein oder andere Comeback-Erlebnis sorgte dann immer für Freude.